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Möchte man Verteilungen anhand eines mittleren Wertes
beschreiben, tritt häufig das Problem auf, dass einzelne,
extrem liegende Werte diesen mittleren Wert beeinflussen.
Schwankungen dieses Wertes wirken sich unmittelbar auf den
mittleren Wert aus.
Beispiel: CEA-Werte (CEA - carcinoembryonales Antigen:
Tumormarker) von Patienten mit nichtkleinzelligem
Bronchialkarzinom (Abb.). Das
arithmetische Mittel beträgt 83 ng/ml. Es ist erkennbar, dass
dieser Wert höher als die Mehrzahl der Werte liegt.
Welche anderen Möglichkeiten gibt es, einen mittleren Wert
zu ermitteln, der robuster gegenüber von Extremwerten ist,
als der "konventionelle", arithmetische Mittelwert?
Median (im
Beispiel: 6,3 ng/ml):
bei ungerader Anzahl der
Werte: mittlerer Wert der nach der Größe geordneten
Werte
bei gerader Anzahl der Werte:
arithm. Mittelwert der beiden mittleren Werte der nach der Größe
geordneten Werte
"Standardabweichung"
für Median: Median-Deviation (Abk. MAD): Median der
geordneten absoluten Abweichungen der Einzelwerte von ihrem
Median
Excel-Funktion:
MEDIAN(Bereich)
Modalwert
a-gestutzter
Mittelwert
(meist a=5%,
10% oder 20%; im Beispiel: 10 ng/ml):
a-winsorisierter
Mittelwert
(meist a=5%,
10% oder 20%; im Beipiel: (13,2 ng/ml)
Mittelwert nach
Transformation in normalverteilte Werte (im Beispiel: 8,7 ng/ml)
Transformation der Werte in
Normalverteilung (z.B. durch log(x), 1/x)
Ermittlung des Mittelwertes
der transformierten Werte
Rücktransformation des
Mittelwertes (z.B. 10^y, 1/y)