Methodenvalidierung
Analytische Performance gemäß CLSI-Guidelinesgemäß CLSI-Guidelines
- Richtigkeit,
- intra- und interserielle Präzision
- Impräzisionsprofil
- Nachweisgrenze, Bestimmungsgrenze (LoD, LoQ)
- Messbereich
- Kalibrationskurve
- Linearitätsnachweis
- Spezifität/Selektivität
- Robustheit
- Stabilität.
- CLSI-Guideline EP5 - Präzision
- CLSI-Guideline EP6 - Linearität
- CLSI-Guideline EP7 - Interferenzen
- CLSI-Guideline EP9 - Methodenvergleich, Bias.
- CLSI-Guideline EP10 - Preliminary Evaluation
- CLSI-Guideline EP12 - Performance Qualitative Tests
- CLSI-Guideline EP14 - Matrix-Effekte/Kommutabilität
- CLSI-Guideline EP17 - Detektionsgrenze (LoD),
Quantifizierungsgrenze (LoQ) - CLSI-Guideline GP10 - Diagnostische Güte, ROC-Analyse
- CLSI-Guideline C28 - Referenzbereich
Klinische Performance
Wenn die Methode nicht nur für wissenschaftliche Zwecke, sondern für die klinische Diagnostik am Patienten eingesetzt werden soll, sind abhängig von der vorgesehenen Anwendungssituation (Diagnostik, Screening, ...) die diagnostischen Eigenschaften
- Sensitivität, Spezifität
- Vorhersagewerte PPV/NPV
- ROC-Kurve
- ggf. alternativ: positive und negative prozentuale Übereinstimmung mit Vergleichsmethode
- Cut-Off-Wert
- ggf. bis hin zur therapeutischen Relevanz (Wirksamkeitsstudien)
zu schätzen bzw. nachzuweisen. Diese Unterscheidung zwischen Schätzung oder Nachweis (gegen prospektiv gewählte Akteptanzkriterien) ist eine wichtiges Designfeature,
Weiterhin ist festzulegen, welcher Natur die Methode ist, anhand der die klinische Wirklichkeit beschrieben wird. Hierbei wird unterschieden (entsp. CLSI guideline EP12 bzw. FDA-guidance) zwischen einem diagnostischen Gütekriterium bzw. Referenzstandard einerseits (erlaubt Schätzung von Sensitivität, Spezifität etc.) oder einer Vergleichsmethode andererseits (erlaubt Bestimmung von positiver und negativer Übereinstimmung PPA und NPA). [Es geht hier nur um die Begrifflichkeiten, die Berechnungsformeln sind identisch.]
Ein letzter wichtiger Punkt ist die Frage, ob ein Fall-Kontroll-Design (ein bekanntes Referenzstandardergebnis wird als Einschlusskriterium herangezogen) oder ein Kohorten-Design (die Einbeziehung erfolgt anhand der beabsichtigten Diagnose) gewählt wird. Das Fall-Kontroll-Design ist zwar einfacher umzusetzen, führt jedoch in der Regel zu einem Spektrum-Bias, der mit einer Überschätzung der diagnostischen Genauigkeitsmaße einhergeht: Dies ist der Bias mit den größten Auswirkungen in diagnostischen Studien.
Entscheidungs- und Referenzgrenzen
- Haeckel R, Wosniok W, Arzideh F. A plea for intra-laboratory reference limits. Part 1. General considerations and concepts of determination. Clin Chem Lab Med 2007; 45:1033-42,
- Arzideh F, Wosniok W, Gurr E, Hinsch W, Schumann G Weinstock N, Haeckel R. A plea for intra-laboratory reference limits. Part 2. A bimodal retrospective concept for determining reference limits from intra-laboratory databases demonstrated by catalytic activity concentrations of enzymes. Clin Chem Lab Med 2007; 45:1043-57

